Liebe Freunde, ich hoffe, es geht euch gut. Es sind seltsame Zeiten gerade. Die Natur erwacht, das erste Grün erscheint überall, die Vögel zwitschern ihr Morgenlied. Alles ruft nach Aufbruch und Wiedererwachen. Gleichzeitig sitzen wir Menschen drinnen, igeln uns ein, meiden soziale Kontakte, auf der Flucht vor einem neuen Virus. Vieles, von dem, was wir gewohnt sind, funktioniert gerade nicht mehr, wir alle müssen uns neu justieren, neue Abläufe ausprobieren, gut auf uns achten.

Der Baumsammler
„Wer mag schon leben ohne den Trost der Bäume“ Günther Eich

Und obwohl das widersprüchlich klingen mag: Die Natur kann uns dabei helfen. Sich darauf zu konzentrieren, was im Garten oder direkt vor der Haustür wächst, welche Bäume ausschlagen, welche Wildkräuter gerade den Kopf aus der Erde strecken, – all das beruhigt, baut Ängste ab und führt uns dazu, verbundener mit uns selbst zu sein. Und das können wir in diesen Tagen gut brauchen.

Trost direkt vor unserer Haustür

Weil das so ist, wage ich es auch, euch zu erzählen, dass mein Buch „Der Baumsammler“ in diesen Tagen bei Rowohlt erscheint. Im „Baumsammler“ werden 24 Bäume, die unmittelbar in unserer Nachbarschaft wachsen vorgestellt. Es fängt an mit dem Holunder und den Weißdorn- und Hainbuchenhecken, geht dann weiter zu den Linden, Platanen und Ahornen in den Städten, um dann schließlich bei den Buchen und Eichen im Wald, den Kiefern und Fichten im Forst und bei den Schwarzerlen und Schwarzpappeln am Fluss zu enden.

Anhand der schönen Zeichnungen von Fides Velten ist es einfach, die jeweiligen Bäume zu bestimmen, doch der „Baumsammler“ ist mehr als ein Bestimmungsbuch. Es geht um die Geschichten der Bäume, um ihren Nutzen für unsere Vorfahren und was sie uns über unsere eigene Geschichte erzählen können. Allerhand spannende Geschichten sind bei meinen Recherchen zutage gekommen und so weiß ich jetzt, dass die Eiben heute fast ausgestorben sind, weil sie im Mittelalter zum Bogenbau benutzt wurden. Dass die Buchen früher als Unkraut galten und von den Förstern gezielt entfernt wurden. Oder dass die Hainbuchenhecke früher als Wehrhecke verwendet wurde. Diese und unzählige viele andere Geschichten findet ihr im Buch.

Damit die geneigte Leser*in auch ins Tun kommt, gibt es zu jedem vorgestellten Baum weiterführende Fragen sowie Platz für eigene Notizen.

Meine Hoffnung ist, dass euch das Buch gerade in diesen Zeiten ein guter Begleiter sein kann. Denn Bäume kann man immer umarmen …

Wo ihr den „Baumsammler“ findet:

Bestellen kann man den Baumsammler in allen Online Buchhandlungen, z.B. bei www.buch7.de, aber auch in der Buchhandlung eures Vertrauens – sofern diese über einen Onlineshop verfügt. Das haben erstaunlich viele Buchhandlungen, über www.genialokal.de kann man das gut herausfinden. Viele davon verlangen keine Versandkosten. Unsere Buchhändlerin hier am Ort hat uns unsere Bestellungen nach Hause gebracht.

Ich wünsche euch, dass es euch gut geht und dass ihr für euch und eure Lieben sorgen könnt. Möge der Trost der Bäume auch für euch greifbar sein, so wie ihn schon Erich Kästner in seinem Gedicht „Die Wälder schweigen“ beschrieben hat:

„Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.“

Alles Gute euch. Bleibt gesund und munter.

Herzlich, Kathrin

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